Brain Damage
Ich rannte heute in einem Traum eine unendliche Treppe hinab. Zum Glück bin ich ziemlich weit unten gestartet, so dass es nur ein paar Minuten dauerte bis ich unten ankam. Ein weißer Hirsch erwartete mich dort. Ich trat zu ihm, wollte ihn berühren, da drehte er sich um. Auf seinem rechten Hinterlauf, in der Nähe des Hirschbürzels sah ich dann etwas, das mich verwunderte: Ein kurzgeschorenes Schnauzbärtchen! Ich wußte sofort, was das bedeutete. Der Führer hatte sich in die Arschbacke des Hirsches reinkarniert. Natürlich in die rechte.
Der Hirsch begann Parolen zu furzen, die schlimm anzuhören waren. Da kam ein Backenhörnchen des Weges. Seine Backen waren ganz ausgeleiert, es zog sie regelrecht hinter sich her. In seinen metergroßen, brechenden Augen konnte ich lesen, welch Schicksal ihm widerfahren war. Aber was kümmerte mich das?
Ich nahm das Backenhörnchen und pustete es auf, band es an den Hirschhintern und bald begannen das Backenhorn und der Hirsch aufzusteigen und flogen in den Sonnenuntergang und verbrannten dort.
Der Tenno von Spanien kam dann die Treppe herabgestiegen und sprach: „Du hast die erste Prüfung erfüllt, junger Padawan. Dieses Stück Salzgebäck soll dein Lohn sein.“ Und er öffnete seinen Brustkasten und holte die schönste Salzstange hervor, die jemals auf geträumten Treppen zu sehen gewesen ist und reichte sie mir. Der Tenno aber starb, denn er hatte einen offenen Brustkasten. Er fiel von der Treppe und schlug auf den Boden auf, wo er explodierte. Das ist das Schicksal der Tennos.
Was die Salzstange sagte: „Ich bin ein verwunschenes Gebäck. Küsse mich auf meine feuchten, aber dennoch salzigen Lippen, um mich zu erlösen.“ Ich drehte die Salzstange und tatsächlich fanden sich Lippen auf der anderen Seite. Lippen auf Salzgebäcken sind selten. Also küsste ich sie.
Siehe: Die Salzstange verwandelte sich und es war ein großes Raunen und Blubbern allenthalben zu hören. Farben wirbelten, Formen entstanden und vergingen, schließlich war es vollbracht: In meiner Hand befand sich nun eine Salzbrezel.
Ich runzelte die Stirn ob der Sinnfreiheit dieses Traums und wollte sie gerade glätten, aber es gelang mir nicht. Meine Nase runzelte sich, meine Kopfhaut ebenso, meine Backen, bald auf meine Brust, bis ich eine einzige Runzel war. Ich drohte zu verdorren, doch da: Ein Bottich Feuchtigkeitscreme viel auf mich hinab! Leider war er verschlossen, und von diesem Treffer wachte ich auf.
bg sagte,
21. Sep 2008 um 14:28
Solche Träume habe ich ja auch nicht.
Schon einen Termin beim Neurologen gemacht?