Antennas to heaven
Singet, frohlocket, lasst Glocken und Bimmeln erschallen, Paradewagen auffahren, schwingt die Beine zum Tanz, auch die Arme dürfen mitmachen, jauchzet in hohen Tönen, fasst euch an den Händen (aber nicht an den Pimpermann!) und streckt sie antennengleich gen Himmel, lacht aus euren Bäuchen und jubelt den Namen des Herrn! Mir ist ein Kindlein geboren, ein kleines Würstlein nur, seidig braun und knusprig hart, fiel es mir aus dem Schoß in die kleine, wassergefüllte Mulde aus alabasterner Keramik, die als Sitzgelegenheit ich mir erwählt hatte. „Heissa“, so mein Ruf, „es ist geschafft.“ Und ich schickte meinen Ableger mit besten Wünschen für seine Zukunft auf die große Reise, den durch die europäischen Hauptwasserscheiden vorgegebenen Weg zu gehen. Wünscht auch ihr ihm Glück, wenn ihr ihn seht, und zeigt ihm die Sonne in euren Herzen.
Soviel zu meinen Highlights am heutigen Tag.
Aber es gab weiteres.
Dem Sperber gleich, vielleicht auch dem Zilpzalp ähnlich, stand ich auf einem Balkon und betrachtete die Fluten unter mir, Fluten von Körpern, die sich wälzten, oder auch gingen, teilweise auch fuhren oder schritten. Manche standen, aber keine lagen.
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Die meisten kommen von links und gehen nach rechts. Das ist eine natürliche Entwicklung.
Wohin gehe ich? Hoch oder runter, links oder rechts? Ich kann mich nicht entscheiden, das ist das Problem. Egal wohin man sich wendet, man verpasst immer etwas am anderen Ende. Also bleibe ich stehen und verpasse alles.
bg sagte,
23. Sep 2008 um 23:02
Oi. Ay. Dies Gefühl ist mir nicht fremd.