The Sun smells too loud
Der Himalaya ist ein großes Gebirge. Seine Berge reichen so weit hinauf in die Atmosphäre, dass sie durch die Erdrotation tiefe Furchen in die Ozonschicht reißen. Irgendwann droht die Ozonschicht entlang des himalayischen Breitengrades durchtrennt zu sein. Unweigerlich wird das Aufwabbelungen entlang der Rissstellen zur Folge haben, die, so die pessimistischsten Prognosen, von einem starken Wind erfasst, dazu führen, dass sich die Ozonschicht des Nordens ablöst, und in den Weltall davonfliegt, der Form nach einer Qualle nicht unähnlich.
Die unglaublichen hypothetischen Abenteuer der nördlichen Hälfte der Ozonschicht der Erde, die sie zwischen Mars und Aldebaran erlebt, sollen Thema dieser wissenschaftlich fundierten Abhandlung sein.
Spiffy (so der Name, den die nördliche Hälfte der Ozonschicht der Erde sich gegeben hatte, bzw. geben wird, um sich nicht immer „Nördliche Hälfte der Ozonschicht der Erde“ nennen zu müssen) flog, von den sanften Sonnenwinden getragen, zu den Ringen des Saturn. Die Ringe bestanden aus Gold und Purpur und funkelten in Spiffys Augen. Sie rotierten unglaublich schnell um den Saturn, und wackelten leicht in seiner Bahnebene hin und her.
Der Saturn war ein freundlicher Planet. Als er Spiffy bemerkt hatte, stellte er seine Hula-Hoop-Tätigkeiten ein, und fragte nach dem Begehr der ozönen Qualle. Die genaue Antwort konnte von irdischen Radioteleskopen nicht wahrgenommen werden, da gerade in diesem Augenblick der Jupiter eine Blähung von kosmischen Ausmaßen von sich gab, die zahllose Forscher um ihr Hörvermögen brachte.
Wissenschaftler der Abteilung für Astrologie der Universität Shambala veröffentlichten kurz darauf die These, dass die beiden Entitäten entweder Rezepte für Quitten-Marmelade ausgetauscht hatten, oder sich darüber unterhalten haben, ob Zwangsabgaben für öffentlich-rechtliches Fernsehen vertretbar sind. Außerdem, so der Sprecher der Abteilung weiter, sollten am Montag keine Bankgeschäfte getätigt werden, die Chancen stünden weiterhin gut, jemanden besonderen kennen zu lernen, zwinker, zwinker.
In der Tat schien sich wenige Tage später die erste Theorie zu bestätigen, denn Spiffy setzte seine Reise in Richtung der Plejaden fort, die als eine der an Marmeladeatomen reichsten Regionen im Universum bekannt ist. Der Saturn hatte, der Eigenschaft als Gasriese gerecht werdend, Spiffy mit einem ordentlichen Pusten auf den Weg gebracht.
Die Beobachtung von so lichtschwachen Objekten wie Ozonhüllenhälften im freien Weltraum ist nicht einfach, deswegen fantasierten die Wissenschaftler die folgenden Ereignisse einfach vor sich hin.
Spiffy begegnete auf dem halben Weg zwischen hier und dem Stern Nemesis, der dereinst die Erde und alle auf ihr hausenden Kreaturen auslöschen wird, einer bösartigen, kristallinen Superintelligenz, die den Plan hatte, die Erde und alle auf ihr hausenden Kreaturen auszulöschen. Ihr Grund dafür war nicht in Erfahrung zu bringen, denn er war so superböse, das er von menschlichem Denken nicht gefasst werden konnte, und sogar Hitler geweint hätte, wenn er es gehört hätte. Von Spiffys atmosphärischem Denken wurde übrigens auch nichts gefasst, sie hielt das kristalline Wesen für jemanden mit einer Auto- oder Raumschiff-Panne und nahm es mit, in Richtung der Plejaden. Dafür sollten wir als Menschheit sehr dankbar sein.
Weitere wissenschaftliche Betrachtungen zu diesem Themenkomplex könnten folgen.