Sommerbrand
Ein Gaga-Dada-Singsang über die warme Jahreszeit
Flugzeugschwärme
zeichnen am Himmel ihre Bahnen,
Trolleyfahrer
steigen auf zu fernen Zielen,
Luftschlösser
meilenhoch am Firmament,
Funken fliegen
und verglimmen wie der Tag.Halkyonisch stille Tage – Sommerlaue Nächte
Erdbeerpflücker
schinden ihre Rücken,
Erdbeeresser
schlemmen in Entzücken,
Mauerblümchen
verdorren in der Hitze,
Schattenrisse
kleben an der Wand.Zehntausend Jahre Sommer – Zehntausend Jahre Sonnenbrand
In den Morgenländern
dämmert schon der Abend,
Sternenleichen
verwesen bunt im Himmelszelt,
Leuchtturmfeuer
brennen an den Horizonten,
Wandersterne
suchen ihren Weg.Polarlichter tanzen – Das Universum singt
Grillen zirpen
oder doch das Rauschen der Äonen,
Honigkuchenpferde
horchen auf die Zeitenwende,
Schmetterlingsflügel
erzeugen irgendwo Orkane,
Adlerschwingen
vernichten fast die Welt.Hundert schwarze Schafe – Ein weißer Elefant
Der Leergutmann
durchwühlt die immer gleichen Tonnen,
die Lebensläufe
verstauben ungelesen,
Jet-Set-Töchter
kaufen all die teuren Sachen,
Im Klärschlamm liegend
reinigen Bakterien die Poren.Atemwege – Pandemische Visionen
Mikroskopische Gebilde
führen winzig kleine Leben,
Menschen aller Orten
sterben unsichtbare Tode,
die inneren Dämonen
schreien immer lauter,
nicht so schlimm,
ich werde immer tauber.Innehalten – Auseinandergehen