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	<title>Abstrakter Leben - Konkreter Sterben</title>
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		<title>Abstrakter Leben - Konkreter Sterben</title>
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		<title>Schwächer als</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 20:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positivpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfeindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Reconstruction Site]]></category>
		<category><![CDATA[Seelenheil]]></category>
		<category><![CDATA[The Weakerthans]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Weakerthans sind eine Band, die sich schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste in Form ihres Albums „Reconstruction Site“ tummelten, aber aus irgendeinem, mir sich partout nicht mehr erschließen wollendem Grund es nie bis in den Einkaufswagen geschafft hatten. Bis zu diesem schicksalhaften Tag im September&#8230; nun, das geht etwas zu weit, allerdings hat der Kauf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=165&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Die Weakerthans sind eine Band, die sich schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste in Form ihres Albums „Reconstruction Site“ tummelten, aber aus irgendeinem, mir sich partout nicht mehr erschließen wollendem Grund es nie bis in den Einkaufswagen geschafft hatten. Bis zu diesem schicksalhaften Tag im September&#8230; nun, das geht etwas zu weit, allerdings hat der Kauf und das darauf folgende mehrmalige Lauschen der 14 Songs der Platte dazu geführt, dass ich sofort die restliche Diskographie der Band in den Amazon-Einkaufswagen warf und diesmal auch gleich den Bestell-Knopf tiefstmöglich eindrückte, um mich einem raschen Versand der weiteren drei Alben zu versichern. Mittlerweile ist das Triumvirat angekommen und wurde von mir belauscht, allerdings sprang der Funke erst beim neusten Album „Reunion Tour“ so richtig, die beiden früheren Werke müssen wohl noch etwas meine Hörrinde streicheln, bevor ich den ihnen sicherlich innewohnenden Liebreiz so richtig schätzen kann.
</p>
<p>
Was macht die Band nun aus, ist die Frage, die sicher der Leser (gäbe es ihn), stellen müsste. Warum sollte ich Geld in eine CD oder ein paar MP3-Dateien investieren, die dann ins reiche kanadische Winnipeg fließen (würde nicht die böse, böse Musikindustrie dem Künstler nicht schon den Großteil des Erlöses in ihre schwarz-modrigen Eingeweide abpumpen), anstatt einem armen kenianischen Kind für den gleichen Preis den Schulbesuch für ein viertel Jahr zu ermöglichen? *) Meine Güte, würde ich erwidern, hier argumentativ die Oberhand für die Weakerthans zu gewinnen ist ja quasi unmöglich, außer ich würde die böse, böse Entwicklungshilfeindustrie ins Spiel bringen. Was ich nicht mache, deshalb macht doch was ihr wollt.
</p>
<p>
Sollte man sich aber irgendeine moralische Begründung zurechtgelegt haben, die es einem erlaubt, ein Album zu erwerben, so böte sich das folgende im Falle des Albums „Reconstruction Site“:
</p>
<p>Der Tonträger, sofern man noch nicht gänzlich in die digitalen Weiten abgeschweift ist, hält vierzehn einzelne Stücke, die alle zum Entzücken des Hörers unterschiedlich sind. Nun, das stimmt nicht ganz, denn das erste („(Manifest)“), das mittlere („(Hospital Vespers)“) und das letzte („(Past-Due)“) teilen die gleiche Melodie, und erzählen die Geschichte eines Todkranken. Vor allem lyrisch gehören die drei Songs zum so ziemlich besten, was ich kenne, aber auch musikalisch sind sie ziemlich perfekt, es ist der zweite Song, und dort die zweite Strophe, die es mir aus irgendeinem Grund besonders angetan hat:</p>
<blockquote><p>You tried not to roll your sunken eyes,<br />
and said &#8222;Hey can you help me, I can&#8217;t reach it.&#8220;<br />
Pointed at the camera in the ceiling.<br />
I climbed up, blocked it so they couldn&#8217;t see.<br />
Turned to find you out of bed, and kneeling.<br />
Before the nurses came, took you away,<br />
I stood there on a chair and watched you pray.</p></blockquote>
<p>Das ganze Album kommt nicht unbedingt gutgelaunt daher, ist aber auch nicht durchgehend todtraurig. Der Titeltrack beispielsweise ist etwas nostalgisch und trotzig hoffnungsvoll:</p>
<blockquote><p>Buy me a shiny new machine<br />
That runs on lies and gasoline<br />
And all those batteries we stole from smoke-alarms<br />
And disassembles my despair<br />
It never took me anywhere<br />
It never once bought me a drink</p></blockquote>
<p>Weitere Anspieltipps sind „One great city!“ (mit der schönen Zeile „I hate Winnipeg“) und „The Prescience of Dawn“.</p>
<p>Auf einen Song des Albums muss noch gesondert eingegangen werden: „Plea from a cat named Virtute“ ist ein schöner Song, der die Beobachtungen einer Katze (die „Virtute“, nicht etwa „Virtue“, was aber wohl das gleiche, nur auf lateinisch bedeutet, heißt) erzählt, deren Herrchen in Alkohol und Selbstmitleid dahinvegetiert. Sie erzählt, wie das Leben laufen sollte, was er tun könnte, um diesem selbstzerstörerischen Zyklus zu entkommen, und droht/ermuntert am Ende:</p>
<blockquote><p>All you ever want to do is drink and watch TV<br />
And frankly that thing doesn&#8217;t really interest me<br />
I swear I&#8217;m going to bite you hard<br />
And taste your tinny blood<br />
If you don&#8217;t stop the self-defeating lies<br />
You&#8217;ve been repeating since the day you brought me home<br />
I know you&#8217;re strong</p></blockquote>
<p>Auf „Reunion Tour“ wird die Geschichte dann in „Virtute the cat explains her departure“ weitergesponnen. Es geht also offensichtlich nicht gut aus, Virtute lebt auf der Straße und verliert am Ende wunderschön traurig vorgetragen die letzte Bindung an ihr Herrchen: „I can&#8217;t remember the sound that you found for me“</p>
<p>Was bleibt? „Reconstruction Site“ und auch „Reunion Tour“ sollten sofort gekauft, alternativ geklaut werden, um das eigene Seelenheil zu sichern. Prost.</p>
<p>*) Schulkosten geschätzt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/165/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/165/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=165&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Leben ist kurz</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 19:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unwirkliches]]></category>
		<category><![CDATA[Unfälle]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leben ist kurz und es ist zerbrechlich. Passt man nicht auf, ist es schneller vorbei, als man gucken kann. Gestern wurde ich daran erinnert. Ich lungerte auf dem ersten Bahnsteig des Hauptbahnhofes herum, und wartete auf den Zug, der mich in den Norden transportieren sollte. Überall um mich standen plappernde Reisende, fesche Anzugträger und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=161&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist kurz und es ist zerbrechlich. Passt man nicht auf, ist es schneller vorbei, als man gucken kann. Gestern wurde ich daran erinnert.<br />
Ich lungerte auf dem ersten Bahnsteig des Hauptbahnhofes herum, und wartete auf den Zug, der mich in den Norden transportieren sollte. Überall um mich standen plappernde Reisende, fesche Anzugträger und tränenüberströmte Wochenendbeziehungselemente und lungerten mit.<br />
Fünf Minuten vor Ankunft unserer Bahn plärrte eine Durchsage eine Warnung bezüglich eines durchfahrenden Zuges an unserem Bahnsteig und gemahnte uns, doch gefälligst einen Schritt zurück zu tun, was allgemein ignoriert wurde.<br />
Beim Blick nach Süden, aus dem ich den nun nahenden Zug vermutete, sah ich einen Rollstuhlfahrer gefährlich nahe am Rande des Bahnsteigs sich von mir entfernen. Er war sicherlich hundert Meter weiter und in einem Bereich unterwegs, der eigentlich nur eine unnötige Verlängerung des Bahnsteigs ohne Funktion und somit menschenleer war.<br />
Nicht so clever, dachte ich noch, da rauschte der Zug plötzlich an mir vorbei. Er hatte mich etwas überrascht, denn er kam unerwarteterweise aus Norden. Ich folgte dem Zug mit meinem Blick, und als ich wieder in Richtung des Rollstuhlfahrers sah, sah ich gerade noch, wie er einen Schlenker machte, erst weg vom Bahnsteigrand, dann voll darauf zu.<br />
Einen Augenblick später explodierte der Rollstuhl in tausend Stücke, als er auf den fahrenden Zug traf. Irgendwo in der Wolke aus Metall und Plastik flog ein Körper umher, und einen weiteren Augenblick später war alles vorbei.<br />
Ich guckte mich um. Weder die Reisenden, noch die Anzugträger oder Wochenender hatten irgendetwas davon mitbekommen.<br />
Also lies ich meine Sachen stehen und lief los. Der Zug bremste mittlerweile neben mir und als ich an die Stelle des Unglücks kam, waren schon fünf andere Leute herbeigeeilt. Der Rollstuhlfahrer lag neben seinem zersplitterten Rollstuhl auf dem Boden. Er lebte noch. Er lag auf dem Bauch und jammerte. Blut floss sehr langsam unter seinem Kopf hervor. Wir setzten einen Notruf ab, waren danach aber recht ratlos, was zu tun sei. Er hatte Schmerzen im Gesicht, das auf den von der Sonne sehr erhitzten Steinplatten lag. Wir trauten uns aber nicht, ihn zu bewegen, so litt er noch eine Weile vor sich hin, bis der Krankenwagen eintraf und ihn und uns erlöste. </p>
<p>Der Vorfall brachte den Fahrplan vollständig durcheinander. Der Zugverkehr in und aus dem Bahnhof kam insgesamt eine Stunde vollständig zum Erliegen, dann machten wir uns auf nach Norden.<br />
Das Leben ist kurz. Ich weiß nicht, ob ich Zeuge eines Unfalls wurde, oder eher eines Versuchs, ihm zu entfliehen. Was es auch war, ich werde wohl noch eine Weile von explodierenden Rollstühlen träumen müssen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=161&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sommerbrand</title>
		<link>http://erbsenkompost.wordpress.com/2009/07/04/sommerbrand/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 20:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelrauschen]]></category>
		<category><![CDATA[Pandämonium]]></category>
		<category><![CDATA[Published on the fourth of july]]></category>
		<category><![CDATA[Reinste Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklon im Wasserglas]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://erbsenkompost.wordpress.com/?p=152</guid>
		<description><![CDATA[Ein Gaga-Dada-Singsang über die warme Jahreszeit Flugzeugschwärme zeichnen am Himmel ihre Bahnen, Trolleyfahrer steigen auf zu fernen Zielen, Luftschlösser meilenhoch am Firmament, Funken fliegen und verglimmen wie der Tag. Halkyonisch stille Tage &#8211; Sommerlaue Nächte Erdbeerpflücker schinden ihre Rücken, Erdbeeresser schlemmen in Entzücken, Mauerblümchen verdorren in der Hitze, Schattenrisse kleben an der Wand. Zehntausend Jahre [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=152&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gaga-Dada-Singsang über die warme Jahreszeit</em></p>
<blockquote><p>Flugzeugschwärme<br />
zeichnen am Himmel ihre Bahnen,<br />
Trolleyfahrer<br />
steigen auf zu fernen Zielen,<br />
Luftschlösser<br />
meilenhoch am Firmament,<br />
Funken fliegen<br />
und verglimmen wie der Tag.</p>
<p><em>Halkyonisch stille Tage &#8211; Sommerlaue Nächte</em></p>
<p>Erdbeerpflücker<br />
schinden ihre Rücken,<br />
Erdbeeresser<br />
schlemmen in Entzücken,<br />
Mauerblümchen<br />
verdorren in der Hitze,<br />
Schattenrisse<br />
kleben an der Wand.</p>
<p><em>Zehntausend Jahre Sommer &#8211; Zehntausend Jahre Sonnenbrand</em></p>
<p>In den Morgenländern<br />
dämmert schon der Abend,<br />
Sternenleichen<br />
verwesen bunt im Himmelszelt,<br />
Leuchtturmfeuer<br />
brennen an den Horizonten,<br />
Wandersterne<br />
suchen ihren Weg.</p>
<p><em>Polarlichter tanzen &#8211; Das Universum singt</em></p>
<p>Grillen zirpen<br />
oder doch das Rauschen der Äonen,<br />
Honigkuchenpferde<br />
horchen auf die Zeitenwende,<br />
Schmetterlingsflügel<br />
erzeugen irgendwo Orkane,<br />
Adlerschwingen<br />
vernichten fast die Welt.</p>
<p><em>Hundert schwarze Schafe &#8211; Ein weißer Elefant</em></p>
<p>Der Leergutmann<br />
durchwühlt die immer gleichen Tonnen,<br />
die Lebensläufe<br />
verstauben ungelesen,<br />
Jet-Set-Töchter<br />
kaufen all die teuren Sachen,<br />
Im Klärschlamm liegend<br />
reinigen Bakterien die Poren.</p>
<p><em>Atemwege &#8211; Pandemische Visionen</em></p>
<p>Mikroskopische Gebilde<br />
führen winzig kleine Leben,<br />
Menschen aller Orten<br />
sterben unsichtbare Tode,<br />
die inneren Dämonen<br />
schreien immer lauter,<br />
nicht so schlimm,<br />
ich werde immer tauber.</p>
<p><em>Innehalten &#8211; Auseinandergehen</em></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/152/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/152/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=152&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">erbsenkompott</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Gewöhnungssache</title>
		<link>http://erbsenkompost.wordpress.com/2009/05/13/gewohnungssache/</link>
		<comments>http://erbsenkompost.wordpress.com/2009/05/13/gewohnungssache/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 May 2009 21:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wie es ist]]></category>
		<category><![CDATA[Wie es sein soll]]></category>

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		<description><![CDATA[Man gewöhnt sich an alles. An Zigaretten und Alkohol, an kalten Rauch und den schalen Geruch von abgestandenem Bier und schlechten Atem. Das Aufstehen in aller Frühe wird schon in der Schulzeit gelernt. Vielleicht verlernt man es wieder in der Studienzeit, danach verfolgt es einen aber bis ans Ende. Oder zur Rente. Und ab da [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=147&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Man gewöhnt sich an alles.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An Zigaretten und Alkohol, an kalten Rauch und den schalen Geruch von abgestandenem Bier und schlechten Atem.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das Aufstehen in aller Frühe wird schon in der Schulzeit gelernt. Vielleicht verlernt man es wieder in der Studienzeit, danach verfolgt es einen aber bis ans Ende. Oder zur Rente. Und ab da kann man nicht mehr anders.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An das Diktat der Arbeit, daran täglich acht Stunden seines Lebens zu verschenken für ein paar Kröten auf dem Konto. Man gewöhnt sich schnell an die paar Kröten auf dem Konto, man gewöhnt sich aber genauso schnell an die roten Zahlen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ebenso an das schlechte Fernsehprogramm mit den immer gleichen Mördern in den Krimis, den regelmäßigen Katastrophen in den Nachrichten, den austauschbaren Sternchen in den Soaps, die mit den immer gleichen Problemen kämpfen und den dutzendsten Superstar.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ans Älterwerden, an die grauen Schläfen und die vielen jungen Leute, die plötzlich überall herumrennen und komische Frisuren auf den Köpfen haben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Man gewöhnt sich an Leid und Elend in der Welt, an die Bilder hungernder Kinder, aidskranker Mütter und in Kriegen sterbender Väter. Und daran, die Bilder kurz darauf wieder zu verdrängen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Man gewöhnt sich an die Zeilen großartiger Songs, die einem mal so viel bedeutet haben, und mittlerweile zur Hintergrundberieselung verkommen sind. Wie kann man die Zeile &#8222;And death comes so slow&#8220; so einfach überhören?</p>
<p style="margin-bottom:0;">Man gewöhnt sich an die Dinge, die man kann, und die, die man nicht kann, und daran, es nicht mehr zu versuchen etwas aus Letzterem zu etwas Ersterem zu machen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An die Einförmigkeit der Tage, das Vorüberziehen des Lebens, das sich immer schneller drehende Karussell der Jahreszeiten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Man gewöhnt sich daran, ständig &#8222;Man müsste&#8230;&#8220; oder &#8222;Man sollte&#8230;&#8220; zu sagen, ohne auf die Idee zu kommen, tatsächlich etwas zu tun.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An die Leere in meinem Kopf und anderswo.</p>
<p style="margin-bottom:0;">An die Tatsache, dass diese Texte ohne Pointe enden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/147/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/147/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=147&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Regentage</title>
		<link>http://erbsenkompost.wordpress.com/2009/03/28/regentage/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 23:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Zugvögel]]></category>

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		<description><![CDATA[„Diese Dinge passieren“, sagte ich gerade zu meinem Gegenüber, einem ältlichen schrumpeligen Männchen mit einem Archipel von Leberflecken auf dem haarlosen Hautozean seiner oberen Schädelhemisphäre, als ein Ruck durch den Zug ging, der mich nach vorne taumeln ließ. Ich wurde aus meinem Sitz getragen, und glitt wie schwerelos, meinem Bewegungsmoment ausgeliefert, über die Bild-Zeitung auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=143&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Diese Dinge passieren“, sagte ich gerade zu meinem Gegenüber, einem ältlichen schrumpeligen Männchen mit einem Archipel von Leberflecken auf dem haarlosen Hautozean seiner oberen Schädelhemisphäre, als ein Ruck durch den Zug ging, der mich nach vorne taumeln ließ. Ich wurde aus meinem Sitz getragen, und glitt wie schwerelos, meinem Bewegungsmoment ausgeliefert, über die Bild-Zeitung auf seinem Schoß hinweg, wo der Finger meines Gegenübers immer noch auf ein Bild eines toten Amok-Läufers zeigte, auf sein einen erschreckten Laut formendes Gesicht hinzu, dass mich eben unvermittelt nach meiner Meinung zu den letzten medial ausgeschlachteten Bluttaten des Abgebildeten gefragt hatte. Einer Raketen-Kapsel gleich, die im Begriff ist, an eine Raumstation anzudocken, doch eine viel zu hohe Geschwindigkeit aufweist, hörte ich schwach die Stimmen synchronisierter Controller aus Houston in meinem Kopf, die „Abbruch, Abbruch“ schrieen, doch es war zu spät, unser Schicksal war besiegelt. Ein kleinwenig zu schnell prallte meine Stirn auf die Nase des alten Herren, knautschte sie tief in sein Gesicht, bis ich endlich zum Stillstand kam und mich langsam, aber bestimmt auf den Rückweg machen konnte.<br />
Ein einzelner Bluttropfen rann aus seinem rechten Nasenloch seine faltige Lippe entlang in seinen Mundwinkel, eine rote Träne, die seinem erstaunten Gesicht eine verletzliche Note gab.<br />
Ich saß wieder in meinem Sitz, und fühlte mich leicht benebelt. „Diese Dinge passieren“, sagte ich.</p>
<p>Mittlerweile hatte ich den Zug gewechselt. Der alte Mann und seine blutige Nase gingen mir noch durch den Kopf, als die Ödnis der Rheinebene mit ihren endlos aneinander gereihten Äckern und Feldern an mir vorbeizog und mein Denken betäubte. Ich hatte mich ungefähr zwanzig Mal bei ihm entschuldigt, und er hatte die Entschuldigung zwanzigmal angenommen, trotzdem war ich froh, als ich zwei Stationen später die Bahn verlassen konnte. Ich saß jetzt allein in einem Abteil, und konnte nur noch mir selbst gefährlich werden.</p>
<p>Wir standen am unspektakulärsten Ort der Welt. Aus wie immer unerfindlichen Gründen hatte der Zug auf der Strecke angehalten. Ein leerer Acker erstreckte sich soweit das Auge schauen konnte, ohne vor Langeweile zu zucken zu beginnen, und wurde von einer namenlosen Ortschaft flankiert, in der wahrscheinlich gesichts- und seelenlose Menschen namenlos wie Schaufensterpuppen ihre Existenz damit verbrachten auf ihr Ende zu warten.<br />
Der Himmel ummalte die trostlose Szene mit einem konturlosen Grau. Dafür hatte Gott die Welt nicht geschaffen.<br />
Ein Tropfen rann die Scheibe hinab. Er ließ sich Zeit, brach unvermittelt nach links oder nach rechts aus, schien fast zu verharren um dann umso schneller den Weg nach unten vorzusetzen. Ich verfolgte ihn bis an sein Ende und fragte mich, wo er wohl her gekommen sein mag, denn trotz all dem Grau am Himmel war das Wetter trocken. Ein weiterer Tropfen folgte und noch einer. Mehr und mehr Wasser rann das Fenster hinunter, doch von Regen war nichts zu sehen.<br />
Vielleicht waren es Tränen, kam mir in den Sinn, doch wer sie weinte, wusste ich nicht. Ich dachte wieder an den alten Mann, und seine blutige Nase. Vielleicht saß er auf dem Dach und weinte immer noch ob der Schmerzen, die ich ihm verursacht hatte. Ich wollte aufstehen, und eine Entschuldigung nach oben schreien, als ich bemerkte, dass es doch nur die Wolken waren, die fast unmerklich Wasser nieselten. Es hätten Tränen sein können, dachte ich, diese Dinge passieren. Aber wenn ich genauer darüber nachdenke: Nein, das tun sie wohl eher nicht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/143/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=143&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Abendstimmung</title>
		<link>http://erbsenkompost.wordpress.com/2009/03/23/abendstimmung/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 20:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Abendunterhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Gelogenes]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war an einem kühlen Frühlingsabend in den Iden eines Frühlingsmonates, vielleicht des Aprils, vielleicht auch nicht, aber das ist auch nicht weiter wichtig, denn das folgende ist gelogen und hat sich nie ereignet. Dieser letzte Nebensatz klingt mir noch etwas nach beim Schreiben (denn ich diktiere meinen Fingern mit lauter klarer Stimme die Abfolge [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=137&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Es war an einem kühlen Frühlingsabend in den Iden eines Frühlingsmonates, vielleicht des Aprils, vielleicht auch nicht, aber das ist auch nicht weiter wichtig, denn das folgende ist gelogen und hat sich nie ereignet.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Dieser letzte Nebensatz klingt mir noch etwas nach beim Schreiben (denn ich diktiere meinen Fingern mit lauter klarer Stimme die Abfolge der Buchstaben, deren korrespondierende und wahrscheinlich bakteriell verseuchte Tasten einzudrücken sind) und nimmt mir etwas den Wind aus den Segeln, will sagen, die Motivation, den Text weiter zu verfassen und auszuformulieren. Wertlose Fiktion gibt es genug auf der Welt, und hier tippe ich, um mehr auf diese Halde zu kippen. Nun denn, so sei es.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Zurück in den (leider fiktiven) Frühlingsabend, an dem ich ebenso fiktiv mit anderen fiktiven Gestalten auf einer fiktiven Dachterrasse stand, ein Gläschen Trendgetränk in meiner Rechten, den Blick abwechselnd auf meine fiktive (und deswegen sehr ansehnliche) Gesprächspartnerin gerichtet, um ihn dann auch wieder auf den grauenden Horizont zu lenken, hauptsächlich um etwas visionär zu wirken, aber auch um das Verblassen der Farben auf den Feldern und Hügeln zu bewundern, das Schlüpfen der Umwelt in den grauen Mantel der Nacht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mehrere bekannte Themen wurden angeschnitten, wie es bei Zusammenkünften von Leuten, die sich eigentlich nichts zu sagen haben, so üblich ist: Das Wetter, die Wirtschaftskrise und der Terror, die Dreifaltigkeit der guten Abendunterhaltung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Auch die Philosophie kam irgendwann ins Spiel, die Existenz Gottes wurde diskutiert. Ich enthielt mich weitgehend der Thematik, lies andere das Für und Wider erörtern, das ich seit Jahren für mich wieder und wieder durchgekaut hatte, und an deren Vertiefung ich derzeit kein Interesse zeigte. Erst beim Konsens wurde ich wieder hellhörig. Man hatte beschlossen, Gott existiere nicht, oder nicht mehr. „Gott ist tot“, zitierte jemand, was von der Runde im Einklang wiederholt wurde, und worauf wir die Gläser anklingen ließen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">In die apokalyptische Stille hinein, die auf das Verhallen unseres Gläserklangs entstand, mischte sich ein tiefes Seufzen, das aus dem Innersten der Erde oder dem Äußersten der Sphären zu kommen schien. Es klang müde, vielleicht etwas enttäuscht oder sogar erleichtert.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und dann sahen wir in weiter Ferne eine riesige Gestalt lautlos vom monderhellten Himmel stürzen. Sie erfüllte den dunklen Horizont fast zur ganzen Breite, ihre Arme und Beine wogten friedlich im Fallwind, ihr Kopf uns abgewandt. Sie fiel langsam und schweigend fast eine Minute und verschwand für immer hinter den Bergen in der Ferne.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/137/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=137&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Technology won&#8217;t save us</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 21:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildschirmschonen]]></category>
		<category><![CDATA[Sophia]]></category>
		<category><![CDATA[Tote Pixel]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachtszeit, die Zeit der verschenkten TFT-Bildschirme. Damit das Geschenk nicht zum Flop wird, hier ein paar essentielle Tipps, die die Haltbarkeit eines Monitors deutlich erhöhen. Von zu vielen übereinander gestapelten offenen Fenstern wird abgeraten. Ein Fenster auf der Desktop-Oberfläche ist zwar prinzipiell flach, dennoch können eine große Menge aufeinander gestapelte Fenster von innen an die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=133&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Weihnachtszeit, die Zeit der verschenkten TFT-Bildschirme. Damit das Geschenk nicht zum Flop wird, hier ein paar essentielle Tipps, die die Haltbarkeit eines Monitors deutlich erhöhen.</p>
<ul>
<li>Von zu vielen übereinander gestapelten offenen Fenstern wird abgeraten. Ein Fenster auf der Desktop-Oberfläche ist zwar prinzipiell flach, dennoch können eine große Menge aufeinander gestapelte Fenster von innen an die Bildschirmverglasung drücken und somit Haarrisse im Monitor erzeugen. Besonders gefährlich ist schnelles Minimieren und Wiederherstellen einer großen Zahl von Fenstern, was in seltenen Fällen zur Explosion des Bildschirms führen kann.</li>
<li>Ebenso sollten allzu aggressive Bewegung der Maus vermieden werden. Ständige Kollisionen des Mauszeigers an die Bildschirmränder mit hoher Geschwindigkeit strapazieren den Bildschirmrahmen über Gebühr und können zu erheblichen Haltbarkeitseinbußen führen.</li>
<li>Qualitativ minderwertige Monitore leiden öfter unter sogenannten „toten Pixeln“. Diese sollten schnellstmöglich behandelt werden, da verrottende Totpixel das umgebende gesunde Pixelgewebe mit Wundbrand anstecken können, worauf diese nach farbenfrohen Kämpfen ebenfalls absterben. Auch hochauflösende Monitore können somit nach wenigen Wochen unbrauchbar sein. Eine einfache Abhilfe stellt das Programm „Paint“ da. Mittels des Pipetten-Werkzeugs muss der tote Pixel aufgesogen werden und kann dann in einer Datei abgespeichert werden, die anschließend über den Papierkorb gelöscht wird.</li>
</ul>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/133/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=133&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>How to be dead</title>
		<link>http://erbsenkompost.wordpress.com/2008/12/06/how-to-be-dead/</link>
		<comments>http://erbsenkompost.wordpress.com/2008/12/06/how-to-be-dead/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 22:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bordsteinkantenbalancierer]]></category>
		<category><![CDATA[Das absolute Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Snow Patrol]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich am Morgen aufwachte, war ich tot. Da hätte ich mir das Aufwachen auch sparen können, dachte ich mir noch, da öffnete sich schon eine Tür in der Realität, und Gott guckte hindurch. Ich wollte ihm winken, aber die Nervenimpulse, die nötig gewesen wären meine Hand zu bewegen konnte ich nicht mehr erzeugen. Gott [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=129&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Als ich am Morgen aufwachte, war ich tot. Da hätte ich mir das Aufwachen auch sparen können, dachte ich mir noch, da öffnete sich schon eine Tür in der Realität, und Gott guckte hindurch. Ich wollte ihm winken, aber die Nervenimpulse, die nötig gewesen wären meine Hand zu bewegen konnte ich nicht mehr erzeugen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gott kam trotzdem ins Zimmer. Er war ein Mann, und hatte einen Vollbart, der so lang war wie die Geschichte der Menschheit. Oder der ganzen Schöpfung. Was fast das gleiche war, wenn die Kreationisten recht hatten. Gott stand jedenfalls vor mir, das war ein Punkt für sie. Der Bart war um seinen seltsam konturlosen Leib gewickelt und schien auch als Kleidung zu funktionieren. Gott hat einen rechtsdrehenden Bart, fiel mir auf, da begann er zu sprechen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Was für einer bist du denn?“ fragte er.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Begrüßung hatte ich mir irgendwie erhabener vorgestellt. Es fehlte das sakrale Etwas in der Frage.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich&#8230;“ sagte ich, und war verblüfft, ohne in der Lage zu sein, meinen Mund zu kontrollieren, sprechen zu können, „ich bin Spartakus Schmidt.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das war die Wahrheit, das war der Name, auf den die Seele in meinem Leib hörte, als sie noch durch meinen Körper turnte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Spartakus Schmidt? Was ist denn das für ein Name?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eine berechtigte Frage, und eine, die mir mein ganzes Leben lang gestellt worden war. Meine Eltern hatten den Namen damit begründet, dass ich mit einem Kirk-Douglas-Kinn auf die Welt gekommen war, das sich aber schon wenige Wochen nach meiner Geburt zurückgebildet hatte.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Aber egal,“ sagte Gott, bevor ich antworten konnte, „interessiert mich sowieso nicht. Mich kümmert dein Name nicht, er hat seine Schuldigkeit getan, und ist nur noch für den Steinmetz interessant, der ihn in den Marmor klopfen muss. Ich will wissen, was für einer du bist!“</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Aber Gott,“ rief ich verwirrt, „ich weiß nicht, wie ich darauf antworten soll.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Gott lachte. „Ich bin nicht Gott, Spartakus.“ Er schüttelte sich nochmals vor lachen, was seinen Bart hin- und herwogen, und ihn wie eine weiße Würgeschlange aussehen ließ, die ihr Opfer gefunden hatte. „Ich bin nur der Typ hinter der Tür da. Mehr nicht.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Das erschütterte mich gehörig. Aber dann dachte ich mir, dass Gott bei sieben Milliarden Menschen sicherlich viel zu tun hat, und wahrscheinlich nur mal selber vorbei schauen kann, wenn ein Papst oder so stirbt. Ich schaute die Tür an, durch die weißes Licht in den Raum floss.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Und was ist hinter der Tür?“ fragte ich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Ich. Sagte ich doch. Aber genug der Fragerei. Ich stelle die Fragen. Ich will wissen, was du bist, warum du existierst, was dich auszeichnet.“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich wollte gerade auf die Tatsache hinweisen, dass ich tot war und somit bis auf Verwesen in nächster Zeit nichts mehr machen würde, doch er schüttelte den Kopf.</p>
<p style="margin-bottom:0;">„Du verstehst nicht. Mich interessiert nicht, was sein wird. Mich interessiert nicht, was war, was du beruflich gemacht hast, was du gelernt hast, was deine Rolle in der Gesellschaft war. Mich interessiert nicht, wie du an Geld gekommen bist, für wen du Verantwortung übernommen hast, und an was oder wen du deine Gedanken verschwendet hast. Wenn du all das ausblendest, und dich auf deinen innersten Kern konzentrierst, was bist du?“</p>
<p style="margin-bottom:0;">Meine Güte, dachte ich. Was soll man darauf antworten. Was bin ich? Ich hatte absolut keine Ahnung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich schüttelte hilflos den Kopf.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Er nickte. „Du wolltest wissen, was hinter Tür ist. Hinter dieser Tür liegt das absolute Glück. Es erscheint dir wie ein Meer aus reinem Weiß, aber das nur deswegen, weil deine Wahrnehmung überfordert ist und soviel Glück nicht aufnehmen kann.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Du bist noch nicht bereit dafür, Spartakus Schmidt. Ich fürchte, du wirst deinen Namen noch länger deinen Mitmenschen erklären müssen. Wenn du dich gefunden, werde ich dich nochmals aufsuchen.&#8220;</p>
<p style="margin-bottom:0;">Damit trat er durch die Tür und schloss sie hinter sich.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich blieb zurück, schwer atmend. Ich war wieder eingeklinkt in meinen Körper, und fühlte das Blut durch meine Adern zirkulieren und hinter meiner Stirn pochen. Ich verspürte eine gewisse Erleichterung, aber sie war nur die Sahnehaube auf einem großen Eisbecher Enttäuschung.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Als ich auf die Straße trat, nieselte es leicht. Ich ging ziellos in eine unbestimmte Richtung, und balancierte nach einer Weile aus einer Laune heraus auf den Bordsteinen. Vielleicht bin ich nur das, dachte ich, ein Bordsteinkantenbalancierer.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/129/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/129/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=129&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von der Bedeutung der Dinge: Die Nase</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 21:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Von der Bedeutung der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Gefieder]]></category>
		<category><![CDATA[Gipfelsturm]]></category>
		<category><![CDATA[Mike Krüger]]></category>
		<category><![CDATA[Nase]]></category>
		<category><![CDATA[Taschentücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mächtigen Schwingen, die manch einer inmitten seines Gesichtsfladens trägt, die Nasenflügel, bremsen den freien Fall aus Flugzeugen meist nur unwesentlich. Kein Wunder, denn die Befiederung ist aus evolutionären Gründen stark rückläufig. Nur selten begegnet man noch Menschen mit einem stolzen Federkamm, der sich über die ganze Länge des Nasenrückens erstreckt. Das ist sehr schade, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=127&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die mächtigen Schwingen, die manch einer inmitten seines Gesichtsfladens trägt, die Nasenflügel, bremsen den freien Fall aus Flugzeugen meist nur unwesentlich. Kein Wunder, denn die Befiederung ist aus evolutionären Gründen stark rückläufig. Nur selten begegnet man noch Menschen mit einem stolzen Federkamm, der sich über die ganze Länge des Nasenrückens erstreckt. Das ist sehr schade, da ein gepflegtes Federkleid sich durchaus modisch ins Gesamtbild der Erscheinung einfügen kann. Zudem wird der Menschheit die Partnersuche sehr erschwert. Würden paarungswillige Weibchen weiterhin an ihrem roten Balz-Deckfedern an der Nasenspitze erkenntlich sein, sähe die Bevölkerungsentwicklung hierzulande sicherlich anders aus. Männliche Artgenossen können sich hingegen glücklich schätzen, dass die bis zu zwei Meter lange Schmuckfeder, die einstmals aus der Nasenoberseite entsprang und senkrecht aus dem Gesicht ragte, sich weitgehend zurückentwickelt hat. Die Zurschaustellung der Männlichkeit muss zwar nun auf anderem Wege erfolgen, doch sind sind die Vorteile, z.B. bei der Bildschirmarbeit nicht wegzudiskutieren.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Nasenflügel sind bei den meisten Menschen am Nasenrücken befestigt. Nur selten finden sie sich am Nasenbauch. Der Nasenrücken ragt, einer mächtigen Gebirgskette gleich, aus dem umgebenden Backen- und Wangenflachland, und ist wegen seiner oft nicht unerheblichen Höhe meist ganzjährig vereist. Nur die erfahrensten Sherpas unter den Gesichtsbewohnern (meist Bakterien) trauen sich den Aufstieg zu, und nur die Legenden unter ihnen wagen es, die Nasenspitze zu erklimmen. Das Gelingen dieses Unterfangens lässt sich mit geschultem Auge durch das Vorhandensein eines winzigen Gipfelkreuzes an der ausladensten Stelle der Nase nachvollziehen. Die Heldengesänge der ungebildeten Bakterienmassen für aus diesen luftigen Höhen Zurückkehrenden halten oft für Generationen an. Zum Glück singen Bakterien sehr leise.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Eines der größten Mysterien der menschlichen Physiognomie ist meist gut im Schatten der einsamen Nasenspitze versteckt: Die Löcher. Zwei sind es im Normalfall an der Zahl, oft handelt es sich um kaum sichtbare Einstiege ins Naseninnere, ebenso oft handelt es sich um faustgroße Krater und Schlünde, die dem Interessierten Einblick in die individuelle Innenwelt verschaffen. Doch welche Bedeutung kommt den Löchern zu, außer der Absonderung von Sekreten? Ist etwas dran an der Behauptung, dass Taschentuchkonzerne erst in den letzten Jahrzehnten durch genetische Manipulation von Frühstücksflocken, die Bildung der Nasenöffnungen initiiert haben? Gleiches wird  gerne auch kolumbianischen Drogenkartellen in die Schuhe geschoben, aber die moderne Wissenschaft hat an den Tag gebracht, dass in der Tat auch schon der Frühmensch die Nasenpforten besaß. Und auch der Grund für ihre Existenz wurde zufriedenstellend beantwortet: Sie dienen dazu, die Zeigefinger ins Gesicht einzuhaken, damit die Arme beim Durch-die-Gegend-laufen nicht so wild an den Seiten herumbaumeln.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Ich möchte mich abschließend für die weitgehende Entmystifizierung des edelsten unserer Körperteile entschuldigen, und hoffe, das die präsentierten harten Fakten nicht die ganze Magie, die uns beim Anblick eines lieben Menschen durchdringt, entschwinden lässt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/127/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/127/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=127&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>I&#8217;m not worried at all</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 00:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erbsenkompott</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel für dicke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[Kung-Fu]]></category>
		<category><![CDATA[Moby]]></category>
		<category><![CDATA[Sense]]></category>
		<category><![CDATA[Spargelzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist soweit: Endlich wieder Spargelzeit! Die vorwitzigen kleinen Köpfe junger Spargelblumen bohren sich durch den Asphalt der Großstädte, um, wie es aller Kreaturen innigster Wunsch ist, aufzusteigen, und Teil des Himmels zu werden. Zu Tausenden lassen sie die dicken Asphaltplatten der Autobahnen bersten, heben die Bodenkacheln und Kopfsteine auf den Plazas und Foren der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=125&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Es ist soweit: Endlich wieder Spargelzeit! Die vorwitzigen kleinen Köpfe junger Spargelblumen bohren sich durch den Asphalt der Großstädte, um, wie es aller Kreaturen innigster Wunsch ist, aufzusteigen, und Teil des Himmels zu werden. Zu Tausenden lassen sie die dicken Asphaltplatten der Autobahnen bersten, heben die Bodenkacheln und Kopfsteine auf den Plazas und Foren der Städte an, und durchstechen die kiesbestreuten Wege alter Herrschaften in abgesperrten Privatparks, aber durchaus auch die von Kommunen leidlich gepflegten Pfade öffentlicher Anlagen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Die Städte und Gemeinden senden jetzt wieder ihre Spargelbrigaden aus, Hundertschaften tapferer Frauen und Männer, die, die Sturmsense im Anschlag, sich der Invasion entgegenstellen und unter den Spargeln unblutige Ernte halten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Denn es ist bittere Notwendigkeit (aber auch die Aussicht auf schmackhaftes Gemüse auf den Tellern aller magentragenden und spargelschlürfenden Geschöpfe) den Spargel in seinen Anfangsstadien zu köpfen. Das rasante Wachstum der Pflanze sorgt dafür, das unbeaufsichtigt wachsende Asparagen binnen weniger Tage Turmeshöhe erreichen, denen auch unter Einsatz von Motorsägen kaum noch Herr zu werden ist. Es erfordert dann schon den Import mythischer chinesischer Kämpfer und Mönche aus dem tiefen Himalaya, die mittels komplizierter Hieb- und Stichtechniken die Spargelstatik derart zu modifizieren in der Lage sind, dass das Gewächs unter dem eigenen Gewicht zusammenbricht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch in unbewohnten Gegenden kommt es dann und wann vor, dass Spargel auch die Turmesgröße hinter sich lassen, und zu gigantischen Säulen heranwachsen, die sich weit in die Atmosphäre bohren. Oft wird man in den fernen Städten erst dann darauf aufmerksam, wenn sie Mittagssonne eines Tages von einem mächtigen Schatten am Bestrahlen der Glas- und Beton-Fassaden gehindert wird.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Mannigfaltige Gefahren drohen: Kollisionen von Flugzeugen sind noch das kleinste Übel. Wird ein Spargel in sich instabil und bricht an der Basis zusammen, schlägt er tiefe Kerben in die Kontinentalplatten, bringt diese teilweise zum Bersten und erzeugt so auf Jahre hinweg Erdbeben und Vulkanausbrüche. Ein weiteres, noch größeres Problem ist die Möglichkeit der Verschiebung der Erdachse. Irgendwann bringt ein Riesenspargel die Erdachse zum Wanken und Taumeln, bis sie sich schließlich so verschiebt, dass der der Pflanzenturm der Nabel ist, um den sich alles dreht. Kalte Zeiten brechen für die Nation an, die es versäumt hat, dem Wachstum rechtzeitig Einhalt zu gebieten!</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch die schlimmste Gefahr droht von außerhalb der Erde. Ein mehrere tausend Kilometer langer Spargel wird von weitem gerne für einen Penis gehalten. Für brünftige Kleinplanetinnen wäre das das Zeichen zum forschen Angriff, und wie besinnungslos würden sie auf die arme Erde zustürzen, die sich dem Strudel der lüsternen Planetoiden kaum entziehen werden kann und unter ihrem Bombardement öde und leer verenden würde.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir wollen alle hoffen, das uns diese Horrorszenarien erspart bleiben werden, oder erst dann eintreten, wenn wir schon wohlbehalten verrottet sind und künftige Generationen den Salat haben.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Stattdessen sollten wir uns alle den Latz vor den Bauch spannen und selbigen mit Spargelleichen füllen, zum Wohle unserer Mägen und dem der ganzen Menschheit. Guten Appetit.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/erbsenkompost.wordpress.com/125/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/erbsenkompost.wordpress.com/125/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=erbsenkompost.wordpress.com&amp;blog=4535769&amp;post=125&amp;subd=erbsenkompost&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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